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Sappie Test-Überblick, Testsieger, Erfahrungen, Vergleich und Kaufberatung 2021/2022

Holzhaken. Für Städter ein Traum, um in den Genuss des ländlichen Lebens zu kommen, für Personen, die hingegen auf dem Land leben, ein Alptraum. Feuerholz finden, haken und trocknen für ein wohliges Kaminfeuer, kostet Zeit und Kraft. Die riesigen Holzstämme überhaupt erst in Rundholz und Scheite zu spalten, ist besonders kraftaufwendig. Damit der Rücken nicht schmerzt, hilft ein Werkzeug mit einem ungewöhnlichen Namen – der Sappie.

Sappie Test und Testsieger

Sappie Test, Testsieger, Erfahrung und Vergleich

Kurz und knapp:
  • Sappies sind Forstwerkzeuge zum Transportieren von Rundhölzern
  • Sappies bestehen aus Aluminium oder Holz und sind bis zu 90 cm lang
  • Sappies bestehen aus einem Stiel, einer meist gezahnten Spitze und einem Griff für idealen Halt

Die aktuellen top 5 Bestseller für Sappies im Vergleich:

22,05 EURBestseller Nr. 1
Fiskars Lange Hand-Sappie zur Holzbearbeitung, Länge: 78,5 cm, Gehärtete Stahlklinge/Glasfaserverstärkter Kunststoffgriff, Inklusive Schutzhülle, Schwarz/Orange, WoodXpert, XA22, 1003623
  • Lange Sappie zum Wenden, Anheben und Tragen kleiner Stämme und Stammstücke sowie zum Fixieren der Holzstücke auf dem Spaltklotz, Für Rechts- / Linkshänder
  • Spitze, hakenförmige Klinge für einfaches Einschlagen in das Holz, Fester Halt und problemloses Anheben in rückenschonender Körperhaltung dank gezahnter Einlage, Leichtes Herausziehen aus dem Holz
  • Fester Halt und gute Griffigkeit auch mit Handschuhen dank geschwungenem Schaftende mit rutschfester Oberfläche, Robuster Griff aus bruchfestem, glasfaserverstärktem Kunststoff, Für den beidhändigen Gebrauch, Aufhängeloch zum platzsparenden Verstauen
6,05 EURBestseller Nr. 2
Bison Sapie 800 mm zum Ziehen, Aufheben und Bewegen von Hölzern, 20-03-121202
  • Hochwertige Verarbeitung, VPA GS und kwf geprüft
  • Geschmiedeter Stahlkopf 600 g mit starker dünner Spitze
  • Langer stabiler Stiel 800 mm aus Escheholz
Bestseller Nr. 3
Gartenpaul Profi 2er CANAD Sappie Set bestehend aus Sappie 50cm + 80cm | KWF-Profi-Siegel
  • Gartenpaul Profi 2er Sappie Set bestehend aus Canad Multi Sappie 50cm und Profi Sappie 80cm lange Ausführung
  • Alle Sappie Köpfe sind Gesenk geschmiedet und haben gehärtete Spitzen
  • Griff aus Eschenholz mit oranger Antirutschlackierung, ideale Form, bestens geeignet zum Bewegen und Aufnehmen von Holzstämmen bei rückenschonender Arbeitsweise
Bestseller Nr. 4
Germania Sappie 550 g 80 cm mit Eschenholz-Stiel | Forstwerkzeug
  • Der 550 g Kopf dieses Sapies ist aus robustem C45 Werkzeug-Stahl gefertigt und daher besonders langlebig
  • Mit Hilfe des Fällhebers kannst du ganz einfach und bequem Holzstücke und kleinere Baumstämme aufheben und transportieren
  • Die gekrümmte Spitze des Scheiters erleichtert dir hierbei das Einschlagen in das Holz und sorgt für einen besseren Halt
1,79 EURBestseller Nr. 5
Stihl Handsappie, Orange
  • Länge: 35 cm
  • Gewicht: 500 g

Letzte Aktualisierung am 3.10.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Sappie von Husqvarna im Test:

Was ist ein Sappie?

Der Sappie oder auch Zapin, Sappl oder auch Sappel genannt, ist ein Holzwerkzeug aus dem 19. Jahrhundert. Damals führten Sappeure, militärische Einheiten, dieses Werkzeug mit sich, um selbst in unwegsamen Geländeabschnitten Feuerholz sammeln zu können. Der Sappie ist vorwiegend aus Holz, mit zwei stählernen Enden. Das eine Ende stellt einen Griff dar, während das andere ein hammerartiger Dorn ist. Der Rücken des Dorns ist entweder eine glatte, messerartige Oberfläche oder mit Zähnen versehen, um eine Säge darzustellen. Die Spitze hingegen ist immer verzahnt, sodass sich der Sappie im Holz festsetzt. Er dient vorrangig zum Drehen, Wenden sowie Ziehen von Holzstücken oder spaltet kleine Holzteile.

Tutorial und Tipps zur Anwendug:

Wann ist der Einsatz sinnvoll?

Der Sappie ist ein Überlebenswerkzeug für Personen, die in der Wildnis leben, da das Holzwerkzeug vielseitig einsetzbar sein kann. Vorrangig dient es jedoch nur zum Bearbeiten von großen Holzscheiten oder Holzstämmen. Diese liegen nach dem Sägen verteilt auf dem Boden und müssen in Position gebracht werden, damit der Holzspalter sie weiterverarbeiten kann. Erledigst Du diesen Schritt mit den Händen, musst Du Dich bücken und hast nach wenigen Holzscheiten bereits Rückenschmerzen. Der Sappie verlängert stattdessen den Arm, sodass Du bequem große Holzstämme in Position bringen und spalten kannst.

Wie funktioniert ein Sappie?

Ein Sappie agiert wie ein Hebel mit Widerhaken. Der ergonomische Stiel ermöglicht ein angenehmes Halten des Werkzeugs, während der Dorn sich nach einem wuchtigen Schlag im Holz verfängt. Sobald er sich festgesetzt hat, kannst Du das Holzstück transportieren, indem Du es hinter Dir herziehst oder direkt aufstellst, um es zu spalten. Leichtere Stücke sind sogar tragbar. Der Griff am Ende des Sappies sichert die Hand, sodass diese nicht vom Stiel rutscht oder er ist gummiert, um besseren Halt zu bieten.

Welche Arten von Sappies gibt es?

Sappies unterscheiden sich im Material sowie in der Beschaffenheit des Dorns. Folgende Arten ergeben sich aus diesen Unterschieden:

Sappie aus Holz

Der Sappie aus Holz ist das klassische Werkzeug für Holzfäller, denn die Varianten aus Holz sind besonders schwer. Durch das hohe Eigengewicht können diese Sappies sogar in gefrorenes Buchenholz eindringen, sodass sie auch im Winter einsetzbar sind. Lediglich für ausdauernde Holzarbeiten sind die Werkzeuge zu schwer.

Sappie aus Aluminium

Der Sappie aus Aluminium ist wesentlich leichter als die Variante aus Holz und eignet sich für weiches Holz, um es zu transportieren. Durch das Aluminium ist diese Art von Sappie besonders langlebig und gleichzeitig stabil. Lediglich bei harten Hölzern versagt der Sappie, da das Eigengewicht zu niedrig ist und der Holzfäller mehr Kraft aufwenden muss, um den Sappie in das Holz zu rammen.

Sappie mit glattem Rücken

Ein Sappie mit glattem Rücken ist entweder aus Holz oder Aluminium und die Rückseite des Dorns gleicht einem Messer. Das erlaubt den Einschlag in weiches Holz und dessen Transport sowie das Spalten kleiner Holzscheite. Lediglich aus gefrorenen Hölzern gleitet das Werkzeug heraus und kann sich nicht festhaken.

Sappie mit gezahntem Rücken

Der Sappie mit gezahntem Rücken besteht vorrangig aus Holz, denn diese Werkzeuge müssen Extremes leisten. Durch die verzahnte Oberfläche beißt sich der Sappie in das Holz und der gezahnte Rücken erlaubt das Agieren als Hebel. So sind selbst gefrorene Harthölzer transportierbar, denn sollten sie am Boden festgefroren sein oder der Dorn ist nur schwer in das Holz treibbar, nutzt der Holzfäller die Wirkung des Hebels und vereinfacht sich den Tansport.

Wo liegen die Vor- und Nachteile eines Sappies?

Die Vorteile

Der größte Vorteil des Sappies ist, dass es den Rücken des Nutzers schont. Holzstämme wiegen mehrere Dutzend Kilogramm und müssen für das Spalten in die richtige Position gebracht werden. Die gebückte Haltung plus das Eigengewicht der Stämme führt so unweigerlich zu Rückenschmerzen, die der Sappie verhindern kann.

Hinzu kommt, dass der Sappie wie ein Hebel fungieren kann. Durch die verzahnte Oberfläche beißt es sich im Holz stückweise fest, während die restliche Oberfläche sich in einem festen Holzstamm verhaken kann. Sobald der Holzfäller den Stiel des Sappies in eine Richtung bewegt, stützt er sich am festen Holzstamm ab, während das Holzstück sich vom Boden löst. Durch diesen Hebel ist der Kraftaufwand wesentlich geringer, trotz des hohen Eigengewichts eines Holzstücks.

Letztlich ist die Handhabung des Werkzeugs kinderleicht. Weder Fachwissen ist gefordert, noch ist die Verletzungsgefahr extrem hoch. Du musst nur den Dorn in das Holz rammen und kannst das Stück mit Dir führen.

Vorteile auf einen Blick:

  • schont den Rücken
  • erleichtert das Mitführen von Holz
  • agiert als Hebel
  • simple Anwendung

Die Nachteile

Der einzige Nachteil des Werkzeugs ist, dass der Sappie zwar die Arbeit erleichtert, aber nicht vollständig die Belastung verringert. Das Rammen ins Holz, das Mitführen des Stamms und Anheben sowie Hebeln ist zwar leichter, aber erfordert immer noch Muskelkraft.

Nachteile auf einen Blick:

  • Arbeiten weiterhin anstrengend

Was sollte ich beim Kauf eines Sappies beachten?

Damit der Sappie die Arbeit mit Holz vereinfacht und den Rücken schont, sind folgende Aspekte vor dem Kauf zu berücksichtigen:

Das Material

Sappies bestehen aus Holz oder Aluminium, wenige Modelle sind sogar aus gehärtetem Kunststoff. Von Letzteren ist abzusehen, da sie zu leicht und weniger robust sind. Modelle aus Aluminium sind langlebig und für kleinere sowie weiche Hölzer zu wählen. Überdies sollte die Oberfläche gummiert sein, denn sonst rutschen die Hände vom glatten Metall ab. Für harte Hölzer oder bei Einsätzen im Winter ist immer der Griff zu Sappies aus Holz ratsam, da diese den Anforderungen gewachsen sind. Sie benötigen keine gummierte Oberfläche, da das Holz genügend Halt bietet.

Die Länge

Die Länge des Stiels beträgt bis zu 90 cm. Sie richtet sich nach der Körpergröße des Nutzers und den zu bearbeitenden Holzstücken. Handelt es sich um große Holzstämme und einen großen Nutzer, sind Modelle mit einem langen Stiel zu verwenden, um den Arm beim Transport gestreckt halten zu können. Ist der Nutzer hingegen kleiner, ebenso zu bearbeitenden Holzstücke, ist ein kürzerer Stiel zu wählen. Er ist in diesem Fall mindestens 40 cm und bis zu 60 cm lang.

Der Dorn

Der Dorn sollte an der Spitze immer gezahnt sein. Durch die Zahnung verbeißt sich dieser stärker im Holz und erlaubt einen besseren Griff. Bestenfalls ist sogar der Nacken des Dorns verzahnt, sodass der Sappie als Hebel agieren kann, wenn ein Holzstück festsitzt oder der Stamm besonders schwer ist.

Das Gewicht

Das Gewicht ist abhängig von der Länge des Stiels und dessen Material. Ein Modell aus Aluminium ist immer leichter als ein Sappie aus Holz. Das Gewicht ist bei ausdauernden Holzarbeiten zu berücksichtigen, da es das Mitführen erschwert. Andernfalls sind immer schwerere Modelle zu bevorzugen, da sie das Rammen des Sappies ins Holz erleichtern. Modelle aus Aluminium wiegen bis zu 500 g, Sappies aus Holz hingegen können bis zu 600 g wiegen. Dieser Gewichtsunterschied wirkt marginal, ist aber bei einem langen Tag ausschlaggebend.

Wie viel kostet ein Sappie?

Sappies starten ab einem Preis von circa 70 Euro. Diese Modelle sind etwas kürzer und leichter, wohingegen längere Werkzeuge aus hochwertigem Holz bis zu 120 Euro kosten können.

Welche Sappie-Tests von angesehenen Testmagazinen gibt es? Gibt es einen Test von Stiftung Warentest?

Bisher hat weder die Stiftung Warentest noch ein bekanntes Testmagazin einen Bericht oder Test zu Sappies veröffentlicht. Fraglich ist auch, ob in Zukunft ein Test folgen könnte, denn die Werkzeuge sind auf eine kleine Zielgruppe zugeschnitten. Ergo besteht nur geringes Interesse an den Produkten, da die Zielgruppe meist auch selbst informiert ist und ein hochwertiges Produkt erkennt. Zu Häckslern oder Sägen wurden hingegen Tests veröffentlicht, da auch Laien zu diesen Geräten greifen und nicht wissen, wie sie zu bedienen und was Qualitätskriterien sind.

Was sollte ich beim Einsatz eines Sappies beachten?

Der Umgang mit einem Sappie ist vergleichsweise ungefährlich, da es sich nicht um eine Kettensäge handelt, die Gliedmaßen abtrennen kann. Ein falsch geschwungener Dorn kann sich dennoch im Bein festsetzen, weshalb immer Sicherheitskleidung zu tragen ist. Diese besteht aus einem Helm, einer schnittfesten Hose, Sicherheitsschuhen und Handschuhen, um geschützt zu sein und einen festen Griff zu bekommen.

Die Verwendung unterscheidet sich bei kleinen und großen Holzstücken.

Bei kleinen Holzstücken ist folgende Vorgehensweise vonnöten:

  1. den Sappie mit einer Hand greifen
  2. den Arm beugen, der Dorn zeigt in Richtung Holz
  3. die Spitze in das Hirnholz schlagen
  4. das kleine Holzstück senkrecht aufstellen und mit der freien Hand festhalten
  5. die Spitze herausziehen
  6. den Dorn in das untere Ende schlagen und anheben für den Transport

Bei großen Holzstücken hingegen ist folgende Vorgehensweise vonnöten:

  1. den Sappie mit beiden Händen greifen
  2. Arme beugen und über Kopf führen
  3. ruckartig in den Holzstamm schlagen
  4. diesen nun entweder aufrichten, um ihn zu spalten oder an die gewünschte Stelle ziehen

Kann man ein Sappie selber bauen?

Ein Sappie besteht immer aus einem Stiel und einem Dorn. Prinzipiell kannst Du Dir aus einer Holzlatte und einer angespitzten Schraube einen eigenen Sappie bauen. Allerdings eignen sich solche Eigenbauten nur für kleine Holzstücke und sind nach kurzer Zeit bereits stumpf oder die Holzlatte bricht beim Einschlag.

Sappie Test-Übersicht, Testsieger und Vergleich: Fazit

Der Sappie hat zwar einen ungewöhnlichen Namen, ist aber simpel in der Verwendung und schont den Rücken. Die Forstwerkzeuge sind langlebig, helfen beim Spalten von Holzscheiten und bestehen entweder aus Holz oder Aluminium. Durch die unterschiedlichen Größen und Materialien kann jeder Holzfäller sein ideales Sappie wählen und damit Holz transportieren.

 

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